Konzertreihe "Suche Frieden"

Kirchenmusikerin Jutta Bitsch ist an der Konzeption und der Durchführung der Konzertreihe beteiligt.

Musik als Förderin von Dialog und Gemeinschaft: Darauf zielt eine Konzertreihe in der Heilig-Kreuz-Kirche in Münster ab. Das bereits bestehende, etablierte Format der kirchenmusikalischen Vesper reiht sich ein in die Vorbereitung auf den Katholikentag, der vom 9. bis 13. Mai 2018 unter dem Leitwort „Suche Frieden“ in Münster stattfindet. Eben dieses Motto greifen die kommenden sechs kirchenmusikalischen Vespern, jeweils sonntags um 18 Uhr, auf.

Jutta Bitsch, Kirchenmusikerin in der Pfarrei Heilig Kreuz, hebt die musikalische Vielfalt hervor: „Verschiedene Chöre, Ensembles und Instrumente kommen zum Einsatz, die frühbarocke bis neue, ernste bis dynamische Musik präsentieren.“ Nicht nur das gesungene, auch das gesprochene Wort findet einen Platz in der Reihe. „Immer wieder wird Pfarrer Stefan Jürgens verschiedene Texte rezitieren, die dann von der Musik aufgegriffen und interpretiert werden“, erklärt Bitsch.

Den Anfang macht am Sonntag, 12. November, der Kammerchor der Universität, der eine Motette mit dem Titel „Suche Frieden“ – von Bitsch selbst komponiert – uraufführt. Das Musikstück widmet sich dem vollständigen Psalm „Suche Frieden und jage ihm nach“. „Am Anfang wird mit dem Wort ‚Suche‘ gearbeitet, die Sängerinnen und Sänger rufen es sich im Dialog gegenseitig zu“, erklärt Bitsch. Anschließend stehe das drängende Suchen im Mittelpunkt, das ‚Nachjagen‘, das musikalisch dynamisch dargestellt werde.

Adventliche Musik erklingt bei der zweiten kirchenmusikalischen Vesper am Sonntag, 10. Dezember. Die Chöre der Pfarrei sowie das Blockflötenensemble „Four and more“ präsentieren Werke unter anderem von Johann Sebastian Bach, Felix Mendelssohn Bartholdy und Heinz Martin Lonquich. Ganz im Zeichen der Improvisation steht der dritte Abend am Sonntag, 21. Januar. Zu Gast sind zwei Musiker aus der Band des Entertainers Götz Alsmann – Markus Paßlick an den Percussion und Altfrid M. Sicking am Schlagwerk.

Ausschließlich moderne Musik erklingt am Sonntag, 25. Februar. Das Münsteraner Ensemble „consord“ spielt Werke unter anderem von John Cage, Helmut Lachenmann und Giacinto Scelsi. „Diese Namen sprechen für anspruchsvolle Musik der Gegenwart im Bereich der ernsten Musik“, erläutert die Kirchenmusikerin. Um Lyrik und Musik geht es am Sonntag, 18. März. Gemeinsam mit Saxophonist Witold Grohs wird Jutta Bitsch an der Orgel und am Klavier lyrische Texte interpretieren. Eine weitere Dimension von Dialog wird bei der letzten Vesper am Sonntag, 29. April, in der Reihe eröffnet. Das Trio „Zeitmond“ setzt Textpassagen, die den interreligiösen Dialog thematisieren, musikalisch um.

„Die Musik spricht nicht nur Kopf und Verstand, sondern mehr noch Herz und Seele an“, schreibt Domkapitular Dr. Klaus Winterkamp, Diözesanbeauftragter für den Katholikentag, in seinem Leitwort zur Konzertreihe. „Sie kann Tiefen und Sphären in uns erreichen, die mit Worten und Gedanken oft nicht zu erreichen sind.“ Er ermutigt dazu, durch die Musik in einen Dialog mit sich selbst zu kommen – und damit vielleicht sogar Frieden mit sich selbst zu ermöglichen.

Die Veranstaltungen im Rahmen der Konzertreihe „Kirchenmusikalische Vespern“ finden jeweils sonntags um 18 Uhr in der Heilig-Kreuz-Kirche in Münster statt. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

(Text und Foto: Bischöfliche Pressestelle)

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- bis 6. Januar 2018

        

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