Friedenskruste - genießen und Gutes tun

Sie stellten die Friedenskruste, das Brot zum Katholikentag, vor: (v.l.) Martin Weiß von der Firma Hama Backservice, Domkapitular Klaus Winterkamp, Hildegard Micheel-Meier vom "Hilfswerk Schwester Petra", Schwester Suby vom Orden der "Dienerinnen der Armen" aus Oelde, Anne Hakenes, Vorsitzende des Katholikentags-Trägervereins und Georg Krimphove, Handwerksbäcker aus Münster.

Ein eigenes Brot für den Katholikentag: Viele Bäcker im Bereich des Bistums Münster nehmen bis zum Katholikentag die "Friedenskruste" mit ins Sortiment auf. "Damit kann man genießen und Gutes tun", so Georg Krimphove, selbstständiger Handwerksbäcker in Münster, und Martin Weiß von der Firma Hama Backservice, die Initiatoren der Aktion. Denn 30 Cent pro verkauftem Brot gehen als Spende an den Verein "Hilfswerk Schwester Petra" in Oelde, die unter anderem aidskranken Kindern und Jugendlichen in Indien helfen.

Hildegard Micheel-Meier vom "Hilfswerk Schwester Petra" unterstreicht, dass die Spende aus den verkauften Broten zu 100 Prozent der Arbeit des Ordens "Dienerinnen der Armen", den Schwester Petra aus Oelde 1969 gegründet hatte, zu Gute komme. "Die Schwestern arbeiten zumeist in ländlichen Gebieten und leiten dort umfangreiche Sozial-, Entwicklungs- und Bildungsprogramme", so Micheel-Meier. Sie helfen so in eigenen Heimen Waisen, Menschen mit Beeinträchtigung, Alten, TBC- und AIDS-Kranken. Außerdem betreiben sie Ambulanzen, Werkstätten, Nähschulen, Schulen, darunter eine Schule für Gehörlose, und Kindergärten.

Anne Hakenes, Vorsitzende des Katholikentags-Trägervereins, findet die Idee, durch den Brotverkauf Hilfsprojekte in Indien zu unterstützen, sehr charmant. "Brot ist ein Grundnahrungsmittel, das uns satt macht. Aber wie heißt es in der Bibel: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein. Deshalb ist es gut, auf diese Weise Kindern- und Jugendlichen zu helfen und ihnen ein besseres Leben zu ermöglichen", so Hakenes. Außerdem sei die Aktion gute Werbung für den Katholikentag, für die sie sich sehr bedanke.

In einem Schreiben an die Bäcker freut sich auch Thomas Sternberg, Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken und gelernter Bäcker, über das Engagement: "Das Brotbrechen ist ein altes Friedenszeichen. Mit der Friedenskruste werden Menschen hier und in Indien satt. Frieden braucht kleine Schritte, damit er Wirklichkeit werden kann. Die Friedenskruste ist so ein kleiner Schritt."

"Die Friedenskruste hat ein Vorbild: Die Bistumskruste, die anlässlich des Bistumsjubiläums 2005 gebacken wurde", so Domkapitular Klaus Winterkamp, der Beauftragte des Bistums für den Katholikentag. Damals wurde im Rahmen der Bistumspartnerschaft mit Ghana ein Projekt unterstützt. "Die Verbindung zum Bistum ist auch dieses Mal gegeben, immerhin stammt die Ordensgründerin aus Oelde", sagt Winterkamp. Friedenskruste sei ein sehr guter Name für das Brot: Denn um den Frieden zu bekommen, müssen auch Verkrustungen durchgebissen werden. "Und beim Frieden ist es auch wie bei der Liebe. Beides geht durch den Magen", so Winterkamp.

Georg Krimphove und Martin Weiß beschreiben das Brot als "kerniges Dinkel-Mehrkornbrot". Es schmecke leicht malzig, etwas körnig. "Wir haben eine gesunde, ausgewogene Mischung der Körner gefunden, auch mit Reis- und Maiscrispies, die dem Brot seinen ganz eigenen Charakter verleihen." Die Friedenskruste wird in vielen Bäckereien im Bereich des Bistums Münster angeboten: Sie ist an einer türkisfarbenen Banderole zu erkennen. Außerdem weisen Plakate darauf hin.

(Text und Foto: Katholikentag)

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